Auch Katzen kennen Beschwichtigungssignale

Magazin Tierschutzverein RegensburgDieser Artikel wurde veröffentlicht in der Zeitschrift des Tierschutzvereins Regensburg

Auch Katzen kennen Beschwichtigungssignale

Den Begriff  `Beschwichtigungssignale` kennt man überwiegend nur  in Bezug auf die Kommunikation bei Hunden. Sie sind quasi das „Peace-Zeichen“ in der Hundesprache und dienen, neben der Kommunikation bei Begegnungen auch der eigenen Beruhigung.                                                                                                                                                                                                  Aber auch Katzen verfügen über ein reiches Repertoire an Signalen zur Vermeidung von Konflikten. Man könnte sie auch `Freundlichkeitssignale` nennen, die Katzen bei Begegnungen mit Artgenossen, aber auch mit uns Menschen zeigen. Sie sind etwas subtiler als bei Hunden, nicht so leicht zu erkennen, und werden unterschiedlich bevorzugt.

Beobachtet man das Sozialverhalten der Katzen untereinander, zeigen sich die Signale am deutlichsten.  Dazu gehören Hinlegen, sich strecken,  Körper oder Kopf abwenden, Gähnen, und das Blinzeln, das auch wir Menschen gut einsetzen können um der Katze unsere Freundlichkeit zu zeigen. Und noch ein interessantes Signal kann man beobachten:  So, wie Hunde am Boden schnüffeln, beginnen Katzen sich ausgiebig zu putzen, um zu zeigen, dass sie keine Auseinandersetzung wollen und auch mit etwas ganz anderem beschäftigt sind. Sie putzen sich natürlich sowieso regelmäßig und gründlich, zeigen dies aber auch bei Begegnungen zur Konfliktvermeidung.  Oder sie beginnen, als Ablenkungsmanöver, zu spielen: Draußen wird dann nach Faltern und Mücken gehüpft und Drinnen wird das nächste Bällchen geschnappt. Es lohnt sich also, unsere Tiere zu beobachten und ihr Ausdrucksverhalten besser zu verstehen.                       Viel Spaß beim Entdecken und Blinzeln!